Projektauswahl

Studienpioniere – Ein inklusives Hochschulkonzept zur Studierendenförderung

Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Hochschule Düsseldorf (HSD)

Beschreibung

Menschen aus Familien ohne akademische Tradition haben auf dem Weg zur Hochschule und im Studienverlauf häufig mehr Hürden zu überwinden als Personen aus Akademiker*innenfamilien. Nach dem Erwerb der Hochschulreife, welcher bereits erheblich von der sozialen Herkunft abhängt, nehmen sie seltener ein Studium auf. Im Studium angekommen kann die Studienfinanzierung, aber auch das Empfinden der akademischen Kultur eine besondere Herausforderung darstellen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt möchte dieser herkunftsbezogenen Ungleichheit entgegenwirken. Das Ziel ist es, Menschen aus Familien ohne akademische Tradition mit und ohne Migrationshintergrund (Studienpioniere) beim Zugang zur Hochschule, im Studienverlauf und beim Übergang in den Beruf oder in ein weiterführendes Masterstudium zu unterstützen.
Innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit werden zunächst exemplarisch im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der HSD Hürden vom Hochschulzugang bis hin zum Übergang in den Beruf bzw. in ein weiterführendes Studium erforscht. Wir arbeiten dabei mit der Heuristik der Habitus-Struktur-Reflexivität (Schmitt 2010; 2014), die es ermöglicht nicht nur die Seite der Akteur*innen (in diesem Falle der Studierenden) in den Blick zu nehmen, sondern ein gutes und erfolgreiches Studieren unter anderem als eine Frage der Passung von mitgebrachten Ressourcen sowie sozialen Dispositionen (Habitus) der Studierenden auf der einen Seite und den Strukturen des Studiums auf der anderen zu verstehen.
Darüber hinaus setzt die Forschung bereits im Vorfeld des Übergangs von der Schule zur Hochschule ein und untersucht die Bildungsaspirationen von Eltern am Beispiel zugewanderter Eltern. Auf Basis der empirischen Ergebnisse werden unterstützende Maßnahmen für Studienpioniere und Eltern konzipiert und Gestaltungsmöglichkeiten der Studienstrukturen ausgelotet. Es wird eine Sensibilisierung der Hochschule und ihrer Angehörigen für ihre Strukturen und für vielfältige Ressourcen einer heterogenen Studierendenschaft im Sinne einer inklusiven Hochschule angestrebt. Zudem erhalten im Verbund mit dem Deutschlandstipendium 18 Studierende der HSD Stipendien von 300 Euro monatlich für eine Dauer von maximal vier Jahren.

Zielgruppen

Lehrende, Studierende, Verwaltung / zentrale Einrichtungen, MitarbeiterInnen

Projektbezug

  • Beratung, Coaching, Supervision
  • Studium, Lehre
  • Forschung
  • Wissenschafts-, Bildungs-, und Hochschulpolitik
  • Übergänge: Schule, Hochschule, Beruf

Diversitykategorie

  • Heterogenität der Bildungshintergründe
  • Kultur
  • Migration
  • Gender
  • Diversity insgesamt

Kontaktdaten

Prof. Dr. Veronika Fischer, Prof. Dr. Lars Schmitt und Sabine Evertz (M.A.)
Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Münsterstraße 156, Geb. 3, Etage 2, Raum 029
40476 Düsseldorf
Website

Unterstützt durch: Stiftung Mercator, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Laufzeit: 2014 - 2016

Stichworte: Studium, Inklusion, Hochschulentwicklung, Soziale Ungleichheit, Machtsensible Beratung

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Ein Projekt der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Hochschule Köln. Dieses Projekt wurde von 2012 bis 2016 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01PL11083A und 01PL11083B gefördert.

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(Förderung von 2012-2016)
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