Moderation

Dr. Iris Koall / Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis

Professionalisierung und Implementierung von Hochschulangeboten im Bereich Diversity Management

Die Region NRW hat aufgrund ihrer gegenwärtigen und historischen Zuwandergeschichte eine außergewöhnliche – jedoch eher implizite  Kompetenz zur Inklusion ethnischer und sozialer Minoritäten entwickelt. Die wissenschaftlichen Erfahrungen zur Inklusion und Partizipation von minorisierten Gruppen und Personen ist in den unterschiedlichen Kompetenzbereichen der Ruhrgebietshochschulen speziell verankert .Eine theoretisch übergreifende Fundierung und Zusammenfassung singulärer Forschungs- und Lehrbereiche zu einem Kompetenzzentrum Diversity-Studies wurde bisher nicht konzeptionell entwickelt, obwohl es  politisch von höchstem Interesse sein müsste. Denkbar ist die Gründung eines gemeinsamen Diversity Weiterbildungs(Lehrerbildungs-)Zentrums zum Thema Diversity Studies / Heterogenität in Bildung und Erziehung. Diversity & Inklusion kann in einem weiteren Schritt in der LehrerInnenfortbildung eingesetzt werden und zwar in der Entwicklung von Weiterbildungsformaten für in Erziehung und Bildung professionell Tätige. Weitere Zielgruppen und Weiterbildungsformate sind denkbar.

Mögliche Ansatzpunkte für eine Diskussion könnten sein:

  1. Bündelung der bisher singulär vorhandenen Kompetenzen der Rhein- Ruhgebietsuniversitäten und Entwicklung eines (weiteren) Alleinstellungsmerkmal des regionalen Lehr- und Forschungslandschaft.
  2. Nutzung der Erfahrungen und der Kompetenzen des E-Learnings, was zu einer Bündelung der Kompetenzen bzw. zu einer Flexibilisierung und Erhöhung der Mobilität der Studierenden und Lehrenden und damit zu einer stärkeren Vernetzung des Studienangebotes führt. 
  3. Die Konzeption eines gemeinsamen Weiterbildungsmasters kann die gegenwärtigen Entwicklungen aufgreifen, die beruflich erworbene Kompetenzen zunehmend in der universitären Weiterbildung anerkennen, hier auch unter der politisch relevanten Prämisse der Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen.
  4. Konzeption eines gemeinsamen, synergetischen Studienprogramms der Diversity Studies, wie angelsächsische Länder es seit mehr als 10 Jahren beispielhaft zeigen, die nicht auf die Analyse zur Beseitigung von diskriminierenden Bedingungen für spezielle Minoritäten, sondern fördern. Denn erst mit dieser theoretischen Fundierung eines reflektierten Umgangs mit Heterogenität (Ethnie, Geschlecht, Alter, Behinderung, Hautfarbe, soziale Herkunft, Religion) wird es  möglich, Kompetenzen zur Gestaltung von Diversity in Systemen zu vermitteln, die den zukünftigen Herausforderungen heterogener Arbeitsformen und –zusammensetzungen einer Wissensgesellschaft angemessen sind. 

Mitglieder des Expertisezirkels Professionalisierung und Implementierung von Hochschulangeboten im Bereich Diversity Management

Nicole Auferkorte-Michaelis

Nicole
Auferkorte-Michaelis

Projektteam KomDiM Bereichsleitung Kompetenzentwicklung für Studium. Lehre und Wissenschaftskarriere

Björn Brünink

Björn
Brünink

Teamleitung Diversity Management & Inklusion

Britt Dahmen

Britt
Dahmen

Leitung Referat Gender-Qualitätsmanagement

Iris  Koall

Iris
Koall

akademische PE (gender+diversity); GF Zentrum für Weiterbildung - Bergische Universität Wuppertal

Sven Oleschko

Sven
Oleschko

Stefanie Schmidt

Stefanie
Schmidt

Projektkoordinatorin und Assistentin Gender- und Diversity Management

Petra Schorat-Waly

Petra
Schorat-Waly

Diversity Managerin

Karoline  Spelsberg-Papazoglou, AOR'in

Karoline
Spelsberg-Papazoglou, AOR'in

_Wissenschaftl. Geschäftsführerin Institut für Lebenslanges Lernen _Rektoratsbeauftragte Gender & Diversity Management _Gastprofessorin Chongqing University, VRC

Birgit  Weustermann

Birgit
Weustermann

Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in NRW | E-Mail info[at]komdim.de | Impressum | Datenschutz | Sitemap
Ein Projekt der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Hochschule Köln. Dieses Projekt wurde von 2012 bis 2016 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01PL11083A und 01PL11083B gefördert.

Universität Duisburg-Essen
Logo: TH Köln
Bundesministerium für Bildung und Forschung
(Förderung von 2012-2016)
Eigenes Profil einstellenDiversityprojekte meldenLiteratur empfehlen