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Beatrix Wildt

Beatrix Wildt:
Lernen im Lernlabor zum Aufbau von Handlungskompetenzen im Umgehen mit Lernervielfalt. Oder: Das Hochschulseminar als „Lern-Labor“ zum Thema Heterogenität – Erfahrungen aus der LehrerInnenausbildung.

Hier geht es um einen Workshop, in dem Möglichkeiten des Lernens im Hochschulschulunterricht unter einer Diversitätsperspektive vorgestellt werden sollen. Es wird der Versuch unternommen bzw. dargestellt, das Thema und methodische Ausrichtung einer Lehr-Veranstaltung (Heterogenität und didaktische Differenzierung und Integration) aufeinander zu beziehen und dabei Probleme und Erfahrungen der Beteiligten im Umgehen mit Differenz einzubeziehen und konstruktive Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Beteiligten zu entwickeln. Dabei geht es um ein Seminar (Masterebene) der LehrerInnenausbildung zum Thema Heterogenität, innere Differenzierung und Lernen, das nach dem Muster eines Lern-Labors (DEWEY) gestaltet wurde.
Hier konnten LehrerstudentInnen (verschiedener Fächer, Schulformen und Schulstufen) unter dem einer theoretischen und praktischen Perspektive, Theorien zur Heterogenität und empirische Untersuchungen dazu sowie verschiedene Konzepte eines Lerner orientierten und aktivierenden Lehrens kennen lernen und diese auf heterogene Lerner und Gruppenkonstellationen beziehen, verschiedene Lern-Lehr-Methoden zur Erarbeitung, Verarbeitung und Präsentation von Wissen erproben und die eigenen Lernerfahrungen in geeigneten Formaten darstellen, reflektieren, zurückmelden und theoretisch vertiefen.


Erfahrungen in verschiedenen Rollen (als Lehrende und Lernende) im Seminar als Lern-Labor, konnten mit anderen Lernerfahrungen im Studium (Theorie-Praxis-Veranstaltungen) verglichen und Möglichkeiten des Lernens und Unterrichtens in der schulischen Praxis verglichen, Parallelen und Unterschiede herausgearbeitet werden. Diese Art des Lernens wie in einem „Labor“ (Dewey), die Herstellung von Transparenz über Differenzerfahrungen und die Mühen der Kooperation, die Wahrnehmung von verschiedenen Möglichkeiten (hoch)schuldidaktischer Förderung von Diskursivität und Kooperation in heterogenen Gruppen erscheint besonders geeignet, pädagogisches Wissen und Können zu entwickeln, die für den professionellen Umgang mit Differenz und Vielfalt unter Lernenden in Unterricht und Erziehung notwendig sind.


Nach einem Kursvortrag (Input) mit Darstellung zentraler Prinzipien, Absichten, Methoden und Verlauf und Dynamik entsprechender Veranstaltungen sollen ergänzend (veranschaulichend) Übungen zur Erkundung von Heterogenität in einer Gruppe als Einstieg für Gruppenbildung und Voraussetzung für die anschließende Diskussion (in Gruppe und Plenum) durchgeführt werden.
Die Frage an die WorkshopteilnehmerInnen ist, ob und wie das Konzept und die Erfahrungen auf andere Lehrkontexte und auch hochschuldidaktische Weiterbildungen übertragbar erscheint.

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