Bild: Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten
Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten
Bild: Ali Gürler
Ali Gürler
Bild: David Smida
David Smida

Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten,
Ali Gürler und David Smida
Workshop: Blind, immobil - studieren probieren – beeinträchtigt an der Hochschule

Im Jahr 1998 wurde von Frau Prof. Dr. Meyer zu Bexten das Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende (BliZ) gegründet. Damit wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, zunächst Studierende mit einer Sehschädigung während ihres gesamten Studiums zu unterstützen.

Die Notwendigkeit der Unterstützung ergab sich vor allem aus dem Umstand, dass Prüfungen/Klausuren, Studienliteratur, Skripten von Professoren, Grafiken, sowie weitere Printmedien durch die genannte Gruppe nicht zugänglich waren und es an technischen Möglichkeiten fehlte, auf die speziellen Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Studierender einzugehen. Schon damals erkannte Frau Prof. Dr. Meyer zu Bexten die immer weiter steigende Nachfrage von Studierenden mit einer Behinderung, an einer FH naturwissenschaftliche Fächer wie Informatik, Elektrotechnik etc. studieren zu wollen. Dies war ihre Motivation für die Gründung des BliZ.

Aus Spenden, die sie eigenständig akquirierte, wurden für das BliZ spezielle Hilfsmittel wie Screenreader, Braillezeilen und Bildschirmvergrößerungsgeräte beschaffte. Heute betreut das BliZ Studierende mit allen Arten von Behinderungen und chronischen Krankheiten. Es schafft Bedingungen, Barrieren, die sich aus etwaigen Einschränkungen der Studenten ergeben, zu minimieren und nach Möglichkeit vollständig zu beseitigen. Weiterhin führt das BliZ Klausuren für Studierende mit einer Einschränkung nach individuellen Bedürfnissen durch, weil Blinde z.B. ihre Klausuren nicht mit der Hand schreiben und je nach Inhalt der Klausur einen Nachteilsausgleich in Form einer Zeitverlängerung und einen speziell ausgestatteten Computer benötigen. Die individuelle Berücksichtigung der Einschränkung jedes einzelnen Studierenden bildet einen elementaren Stützpfeiler des BliZ. Die Aufbereitung und Umsetzung von Dokumenten verschiedener Behörden und Einrichtungen in eine für behinderte Menschen lesbare Form gehört ebenso zu seinen Tätigkeiten. Das BliZ ist an deutschen Hochschulen in seiner bestehenden Form und seinem Leistungsspektrum einzigartig.

Im 1. Teil der Veranstaltung werden Ihnen Mitarbeiter des BliZ vorführen, wie ein Blinden- und Sehbehindertenarbeitsplatz aufgebaut ist, wie Blinde und Sehbehinderte Texte lesen und durch Anwendungen und Internetseiten navigieren. Auch technische Barrieren werden in diesem Zusammenhang thematisiert. Der 2. Teil wird Sie in Form eines Parcours (in der Lounge) dafür sensibilisieren, welche Schwierigkeiten im Alltag eines Behinderten (z.B. Blinden, Sehbehinderten  oder Rollstuhlfahrers) auftreten.

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