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Gabriele Spengler

Gabriele Spengler:
Das Programm für Bildungsaufsteiger/-innen: „Chance hoch 2“

Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien mit und ohne Migrationshintergrund finden vielfach nur unter erschwerten Bedingungen Zugang zum bundesdeutschen Bildungssystem. Aus dem Selbstverständnis als eine dem Ziel der Bildungsgerechtigkeit verpflichtete und für unterschiedliche Gruppen offene Hochschule hat die Universität Duisburg-Essen unter Federführung des Prorektorats für Diversity Management und in Kooperation mit der Stiftung Mercator mit „Chance hoch 2“ ein Programm für diese Jugendlichen, die auf ihrem Bildungsweg einer besonderen Unterstützung bedürfen, konzipiert.

So darf die Förderung begabter, für ein Studium geeigneter junger Menschen nicht erst an der Hochschule beginnen, sondern muss früher in der Bildungskarriere ansetzen. Sie sollte sowohl ideelle Formen der Förderung als auch materielle Unterstützung für Bildungs-ausgaben umfassen. Und sie sollte nicht beim Erreichen der Hochschulzugangsberechtigung enden, sondern den Übergang in die Hochschule und den Unterstützungsbedarf in einem sich anschließenden Studium mit im Blick haben.

Das Innovative des bundesweit einmaligen zweistufigen Programms besteht deshalb in der Berücksichtigung eines längeren Abschnitts der Bildungskette: die teilnehmenden Jugendlichen sollen durch eine dreijährige Unterstützung in Form von Seminaren, Mentoring und Bildungsgeld während der Schulzeit befähigt werden, den Übergang von Schule zum Studium erfolgreich zu meistern und durch eine Förderung während des Studiums in Form von Tutoring, Seminaren und Stipendien in der Lage sein, dieses ebenso erfolgreich abzuschließen.

Mit dieser Mehrstufigkeit wird eine Lücke geschlossen und ein Grundstein für eine Förderkette in der Bildungsbiografie gelegt. Brüche in der Bildungsbiographie, die ein Problem des gegenwärtigen Bildungssystems darstellen, werden dadurch vermieden.

Eine Videoaufzeichnung des Vortrags wird in Kürze hier zur Verfügung stehen!

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