Bild: Prof. Dr. Pakize Schuchert-Güler
Prof. Dr. Pakize Schuchert-Güler
Bild: Elena Brandalise
Elena Brandalise

Prof. Dr. Pakize Schuchert-Güler und Elena Brandalise:
Lernen (an) Hochschulen? Ein interdisziplinärer Austausch am Beispiel der HWR Berlin

Dezentralität, Spezialisierung und Flexibilität (Winde 2013: 26), sowie die Globalisierung in einer „age of supercomplexity“ (Barnett 2000), die Forschung für eine pluralisierte Gesellschaft, die Internationalisierung und die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen (HRK 2008: 1) sind Faktoren, die das traditionelle Bild der Hochschulen verändern. Die Dynamiken des Wandels verlangen den Hochschulen mehr gesellschaftliche Responsivität ab (vgl. Hahn 2004: 34). Bildung ist ein dynamischer Vorgang, universitäre Bildung ist mehr als reine Wissensvermittlung (vgl. Rüchardt 1990: 18). Da die Hochschulbildung und die akademische Weiterbildung internationaler und interkultureller werden (vgl. Hahn 2004: 28ff.), bedeutet dies für Studierende und alle Hochschulangehörigen „globally informed citizens” zu werden (vgl. Rhoads/Szelenyi 2011). Einerseits ist die Entwicklung von eigenen individuellen Einstellungen und Anschauungen, sowie eigenständiges Arbeiten und verantwortungsbewusstes Handeln wichtig, andererseits benötigt das Lernen in Zeiten des Wandels verschiedene Fähigkeiten, z.B. Kenntnis über die Kulturbedingtheit von Wissen und Lehrinhalten und das kritische Hinterfragen eigener Denkmuster. Eine positive Einstellung zur Komplexität ist ein zentrales Anliegen des Wandels. Ziel der „Hochschulen im Wandel“ ist also die Veränderung ihrer Identität und demnach die Akzeptanz (Einstellung) und Wahrnehmung gegenüber komplexen gesellschaftlichen Phänomen.

In diesem Beitrag wird neben der Auseinandersetzung mit Hochschulen als „lernende Organisationen“ (Senge 1999) auf die Annährung von der HWR Berlin an das Konstrukt Heterogenität im Sinne von „Vielfalt vor Ort“ und Internationalisierung eingegangen. Das Lernen in heterogenen Gruppen wird im Kontext eines Projekts namens „Cross Professional (Cross P)“ im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehre/ 3. Säule Hochschulpakt dargestellt. Cross P ist eine interdisziplinäre Werkstatt, in der Studierende, Mitarbeiter/innen mit und ohne Lehraufgaben unterschiedlicher (Fach-)Kulturen in einem Workshop miteinander über die jeweiligen Strukturen und Identitäten reflektieren.

Zentrum für Kompetenzentwicklung für Diversity Management in Studium und Lehre an Hochschulen in NRW | E-Mail info[at]komdim.de | Impressum | Datenschutz | Sitemap
Ein Projekt der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Hochschule Köln. Dieses Projekt wurde von 2012 bis 2016 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01PL11083A und 01PL11083B gefördert.

Universität Duisburg-Essen
Logo: TH Köln
Bundesministerium für Bildung und Forschung
(Förderung von 2012-2016)
Eigenes Profil einstellenDiversityprojekte meldenLiteratur empfehlen